Wie motiviere ich mein Kind zum Sport?

Wo liegt das Problem?

Eltern wollen für gewöhnlich  immer das Beste für ihre Kinder. Eine gute Schule, nette Freunde, rosige Zukunftsaussichten, und dass es ihnen gut geht. Dabei kann es manchmal passieren, dass die Kinder die Wünsche und Entscheidungen der Eltern nicht teilen. Besonders beim Thema Sport scheiden sich manchmal die Geister: Wir alle wissen, wie wichtig Bewegung für Kinder ist. Aber damit ist auch körperliche Anstrengung verbunden. Da sind Sofa oder Bett natürlich bequemer. Schlechte Karten für die Eltern.

Gibt es Besonderheiten bei Kindern, die mir helfen könnten?

Kinder haben von Natur aus einen Drang zur Bewegung, wie Rauschert (2017) zusammenfasst. Sie wollen sich bewegen, toben, spielen, denn sie müssen und wollen lernen, mit ihrem Körper umzugehen. Über die gesamte Kindheit bis zum Ende der Pubertät verändert sich der Körper durch Wachstumsschübe und Muskelaufbau (Lohaus & Vierhaus, 2013). Eltern haben also Unterstützung durch Mutter Natur in Hinblick auf Motivation zum Sport.

Was kann ich jetzt tun, um mein Kind zu motivieren?

Wenn man dem Kind langfristig Freude an der Bewegung ermöglichen will, muss ganz klar der Spaß im Vordergrund stehen. Was macht mein Kind gerne? Wie bewegt es sich am liebsetn? Auch ich als Elternteil kann mit meinem Kind etwas unternehmen und es durch gemeinsame Zeit motivieren. Vielleicht war ich früher mal sportlich und mein Kind will mir nacheifern? Falls nicht, zeige ich meinem Kind, dass ich mit ihm versuche, sportlicher zu werden. Oder ich kann ihm spielerische Herausforderungen stellen. Wenn Papa leidenschaftlicher Fußballer war, das Kind damit aber nichts anfangen kann, ist das vielleicht schade, aber an sich kein Problem, denn vielleicht dribbelt das Kind lieber mit dem Ball: Warum nicht Basketball oder Handball ausprobieren? Wenn es gerne Musik hört, warum es nicht in die Tanzschule oder zum Breakdance schicken? Es gibt viele Arten von Bewegung und Sport: Neben Teamsportarten gibt es künstlerische Bewegungsformen wie Ballett oder Tanz sowie Individualsportarten wie Leichtathletik oder Schwimmen.

Und wenn mein Kind trotzdem nicht will?

Wir wissen um die körperlichen Vorteile von Bewegung Bescheid. Aber es gibt noch mehr: So können in Vereinen neue Freunde gefunden werden. Oder übt vielleicht ein guter Freund schon einen Sport aus – warum nicht mal gemeinsam zum Training gehen? Soziale Aspekte können also auch motivieren. Wenn all das nicht hilft, kann es Sinn machen, das Kind für Bewegung zu belohnen – zumindest am Anfang. Aber bitte nicht mit Süßigkeiten oder Geld, sondern mit gemeinsamem Spielen oder Ausflügen.

Wie lautet nun die Empfehlung? - UGOTCHI-Tipp

Am besten schaut man, welche Art der Bewegung dem Kind am liebsten ist. Dabei kann man verschiedene Sportarten in Schnuppertrainings ausprobieren oder Veranstaltungen wie „Sports 4 Fun“ besuchen. Dabei sollte man das Kind unterstützen, ebenso beim Eintritt in einen Sportverein oder inoffizielle Bewegungsgruppen. Wenn der Bewegungsantrieb fehlt, dann versuchen Sie am besten, das Kind über Freunde zum Sport zu bringen.

Literatur:

Lohaus & Vierhaus (2013), „Entwicklungspsychologie“, 2. Auflage, Springer, Berlin.

Rauschert, F. (2018), „Der natürliche Bewegungsdrang von Kindern. Gezielte Bewegungserziehung im Kindergarten“, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

 

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